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Musik die direkt in Herz und Hüfte geht. Orient und Okzident, Euphorie und Melancholie bestimmen den Sound von Salon Odjilà. Die Formation aus Oberösterreich trifft genau den Ton, der ohne Umwege die Seele durchdringt. Unbändige Spielfreude und Lust am Ungewöhnlichen vereint diese musikalische Truppe. Mit einem leichtfüßigen Groove etabliert sie sich als unwiderstehliche Live-Combo. Ihre Musik schlägt unbekümmert Brücken zwischen dem hier und dem dort und die MusikerInnen sind unterwegs im Schmelztiegel der Weltmusik. 

Salon Odjilà – feiner Liedersalon – herrlich groovig und schräg improvisiert

©salon odjila

©salon odjilà



Pressespiegel 

Sie haben einfach nur Bock auf Musik

Das Quartett Salon Odjila begeistert im „20er Haus“ von Grein

Neues Volksblatt 4. September 2020
von Eva Hammer 


Sie ergänzen einander und fanden zusammen im Salon Odjila, weil sie einfach Bock auf Musik hatten. Odjila heißt in der Romasprache „Lied“, und Salon, weil man sich dort trifft, um feine Musik zu machen, zu der man auch mal tanzen kann.

Am Donnerstag trat die Formation im „20er Haus“ in Grein, dem Heimatort von Akkordeonista und Sängerin Manuela Kloibmüller, auf. Das festwochenverwöhnte Publikum ahnte die Exzellenz der Formation, und füllte den Hof bis zum letzten Platz.

Quer durch die Welt mit Tango, Romamusik, Jazz

Quer durch die Welt spielt sich das Ensemble. Ob Tango, Romamusik oder Jazz, der Weg vom Balkan nach Argentinien scheint gar nicht weit, wenn Jazz die Kontinente verbindet. Auf ihre Lieblingsregion angesprochen meint Kloibmüller „Ich komme von überall her“ und beginnt am Balkan. Der abrupte Wechsel vom leisen Intro zum bewegten Thema liefert die Sprengkraft. In freier Impro übernimmt Jazzer und Ideenfabrikant Wolfgang Weissengruber am Sax, Taktführer bleibt das Akkordeon.

Werner Weissengruber am Bass und Matthias Eglseer am Schlagzeug rahmen ein, fügen Tempo und Richtung zusammen. Eine Klarinette tobt sich aus, Kloibmüllers Gesangsstimme kontert in Sinti-Sprache. Zwischen diesen beiden wird auch ein Tratsch unter Nachbarinnen zum Hörgenuss. Kloibmüller singt Märchen in serbischer Sprache, die Instrumente schwelgen in Stimmungen, träumerisch, markant und verwegen. Das Schlagzeug kommentiert. Sie zerlegen Astor Piazzollas „Liebertango“, reichern mit Jazzelementen an, gönnen sich Raum fürs Improvisieren.

Eigene Kompositionen von Wolfgang Weissengruber bewegen sich elegant zwischen tiefgründig, filigran und kraftvoll groovend. Piazzolla stiftet noch einmal Akkordeon und Sax zum Liebesspiel an, befeuert vom Schlagzeug, besänftigt vom Bass. Die Rollen wechseln. „Ja, gutes Zeug hat er geschrieben der Herr Piazzolla“, meint Kloibmüller lakonisch. Er wäre sicher verblüfft über die schrägen Grooves, die ungewöhnlichen Klangmischungen.


Unbändige Spielfreude und Lust am Ungewöhnlichen vereint diese musikalische Truppe und trifft genau den Ton, der ohne Umwege die Seele durchdringt.